La Malinche

Montag, 15. April 2013

La Malinche

Hallo Ihr,
nach dem 1/3 habe ich es jetzt endlich mal geschafft, euch ein bisschen was von meinen Reisen hier in Mexico in meinem Blog zu schreiben. Ich will versuchen ab sofort öfter euch zu berichten und euch auf dem laufenden zu halten und will auch versuchen schon Erlebtes noch nachzutragen.

Am Samstag waren wir auf dem La Malinche, einem von 4 Bergen die nicht weit von Puebla entfernt sind.
Nachdem wir eigentlich um 7 Uhr losfahren wollten und letztendlich doch erst um halb acht loskamen gings also los, die "wilde" Fahrt. Und es war wirklich eine wilde Fahr. Nachdem meine zwei Mitbewohnerin sich ausführlichst um die Streckenplanung bemüht hatten, und Kleinigkeiten wie z.B. Kraftstoffanzeige bei 0 und weit und breit keine Tanke in Sicht, bewältigt waren, sind wir dann ungefähr 10 min vor erreichen des Ziels an einem Schild abgebogen, welches zwar den Weg zum La Malinche anzeigt aber uns fast ins Verderben gestürzt hätte. So fahren wir also noch anfangs auf einer guten Straße und stoßen nach einiger Zeit auf einen Feldweg. Kein Feldweg, wie man ihn sich in Deutschland vorstellt sondern ein staubiger Weg, mit Steinbrocken, die ungefähr so groß waren wie Honigmelonen. Das hat unserem Jetta natürlich nicht so sehr gefallen und es kamen dann doch so die ein oder anderen Geräusche vom Unterboden welcher auf den Steinbrocken herumkratzte. Nachdem dann der Weg immer schlechter wurde haben wir festgestellt, dass der Jetta einfach nicht das richtige Auto für den Trip ist, da wir zum Teil dann schon auf nur noch drei Rädern unterwegs waren. Nachdem wir also schon eine halbe Stunde auf dem Feldweg unterwegs waren und alle Insassen schon völlig durchgeschwitzt waren, trafen wir auf einen Mann, den wir mal nach dem Weg fragten, ob wir den richtig seien. Der antwortete "Ja, in 1 km kommt der Parkplatz". Wir wieder mit neuer Hoffnung im Gepäck, machen uns auf den letzten KM aber der KM war gefahren und kein Parkplatz in Sicht. Nach 5 km und einer Stunde kamen wir letztendlich zu einer Schranke mit zwei Männern. Diese wiesen uns schließlich über einen deutschen Verhältnissen entsprechenden Waldweg, den Weg zum Parkplatz. Nach offiziellen Angaben sollte die Fahrt 1 Stunde dauern. Unsere Fahrzeit betrug jedoch 3,5 Stunden. Viel verlorene Zeit aber viel gewonnene Erfahrung.

Am Parkplatz angekommen, wanderten wir los. Ziel war eine Höhe von 4400m mit einer erwarteten Dauer von 4 Stunden. Der Weg war schnurgerade nach oben, steil, staubig und rutschig. Nachdem wir 1.5 Stunden nur durch den Wald gelaufen sind, kamen wir auf ein Plato und sahen endlich den Gipfel des Berges und wir erkannten es lag noch viel vor uns. Und es war schweißtreibend, bis wir oben waren, aber dennoch, nach 8 km, 3,5 Stunden aufstieg und 1100 hm waren wir da und wir hatten einen wahnsinns Asblick. Auf dem Weg haben wir schließlich noch eine Gruppe von anderen Praktikanten getroffen, mit denen wir den letzten Weg gemeistert haben.

Alles in allem hat es sich gelohnt :-)

Fazit: Erkundige dich 3 mal nach dem Weg, auch wenn ein Schild den Weg weisst. Viva la Mexico.

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